Vor einem Jahr haben eine Handvoll Aktivist:innen entschieden, vorwärts neu zu gründen. Heute sehen wir auf ein turbulentes, anstrengendes Jahr zurück, das viele Herausforderungen gebracht hat. Trotz aller großen und kleinen Widrigkeiten haben wir in diesem Jahr einiges geschafft, auf das wir stolz sind: wir haben die Produktion unserer Zeitung und unsere Publikationsaktivität auf Social Media wieder aufgenommen, wir haben Broschüren mit klassischen marxistischen Texten in kommentierten Editionen veröffentlicht und öffentliche Veranstaltungen zu verschiedensten Themen organisiert. Darüber hinaus haben wir sogar unsere erste kleine Kampagne gestartet: vorwärts-Aktivist Michael Gehmacher berichtet in dieser Ausgabe über unsere Kampagne “Streikrecht verteidigen”, im Rahmen derer wir uns gegen das Einknicken der ÖGB-Bürokratie in der Frage des Streikrechts zur Wehr gesetzt haben. Im Zuge unserer Aktivitäten haben wir auch mit zahlreichen alten und neuen Mitstreiter:innen Kontakte geknüpft, mit denen wir selbstverständlich in Kontakt bleiben wollen - eine Möglichkeit dafür ist der treffpunkt vorwärts, eine Möglichkeit zum gemütlichen Austausch bei Snacks und Getränken jeden letzten Freitag im Monat im vorwärts-Büro. Weitere Schritte, wie der Aufbau eines ordentlichen Newsletters, sind in Arbeit - ebenso wie unsere neue Website. Ebenso arbeiten wir auf Hochtouren an unserem neuen Grundsatzprogramm, mit dem wir Interessierten und neuen Mitgliedern unsere wichtigsten politischen Ansichten und Analysen vermitteln wollen.
Aufmerksamen vorwärts-Leser:innen wird auffallen, dass wir in dieser Ausgabe nicht nur zum ersten Mal seit langer Zeit, sondern dann auch gleich drei Gastbeiträge bringen: Schriftsteller Andreas Pittler bespricht unsere neue Edition des Manifests der kommunistischen Partei, der Wiener Bezirksrat Stefan Sabler reflektiert über ein Jahr linke Bezirksratsarbeit in Favoriten, und die Grazer Aktivistin XYZ berichtet über die katastrophalen Zustände, unter denen ukrainische Geflüchtete in einem Grazer Park überleben müssen. Die Zahl und Vielfalt dieser Beiträge ist kein Zufall: Wir wollen vorwärts verstärkt zu einem Medium machen, in dem ein intensiver Austausch über linke, antikapitalistische und sozialistische Ideen stattfindet. Nicht immer werden die Beiträge dabei 100% der “Linie” der Redaktion entsprechen - und das ist auch gut so. Wo wir die Notwendigkeit sehen, zu kommentieren oder zu widersprechen, werden wir das tun, im Mittelpunkt soll jedoch die solidarische Debatte stehen. Dir ist ein Thema besonders wichtig und du findest, es sollte im vorwärts Platz haben? Dann melde dich bei uns und schreibe auch du einen Gastbeitrag! Es tut sich jede Menge bei vorwärts. In unserem ersten Jahr haben wir wichtige Grundlagen gelegt - nun, im zweiten Jahr, wollen wir so richtig durchstarten. Wir wollen eine starke, wirklich demokratische sozialistische, feministische und internationalistische Organisation aufbauen, die in der Lage ist, in täglichen Kämpfen und in großen sozialen Bewegungen einen Unterschied zu machen - und gerade deshalb brauchen wir dich, liebe:r Leser:in, und deine Ideen! Werde also mit uns gemeinsam aktiv!