3.000 Menschen haben gestern in Wien lautstark und solidarisch gegen antimuslimischen Rassismus demonstriert. Im Zentrum stand dabei das rassistische und sexistische Kopftuchverbot - betroffene Schüler:innen und Eltern zeigten in kämpferischen Reden auf, dass es bei diesem Verbot nicht um den Schutz von Mädchen, sondern um rassistische Ausgrenzung und patriarchale Bevormundung geht.
Die Demo wurde von einer Reihe von antirassistischen Initiativen organisiert - auch vorwärts war Teil des Bündnisses. Besonders inspirierend war die starke Mobilisierung aus betroffenen Communities sowie die Beteiligung der kämpferischen Basisinitiative “Schule brennt”.
Was fehlte, war eine sichtbare Beteiligung von gewerkschaftlichen Strukturen, aber auch der KPÖ. Ihre Mobilisierung hätte eine wichtige Stärkung der Demo bedeutet. Es ist höchste Zeit, dass diese Organisationen der Arbeiter:innenbewegung die Notwendigkeit des Kampfes gegen antimuslimischen Rassismus auch in der Praxis erkennen und entsprechend handeln.
Die nächste Gelegenheit dafür gibt es schon nächste Woche: beim bundesweiten Schulstreik gegen das Kopftuchverbot am 9. Oktober!